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Projekte

Kolumbien - im Nordwesten Südamerikas - ist ein Land krassester Gegensätze. Groß ist der Reichtum an landschaftlicher Schönheit, an äußerst fruchtbaren Regionen, an Bodenschätzen, an außergewöhnlicher Vielfalt in Fauna und Flora. Die Reichtümer dieses Landes jedoch befinden sich in den Händen einer reichen Minderheit. In kaum einem anderen Land tritt der Gegensatz zwischen reich und arm so krass zu Tage wie in Kolumbien. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben in bitterster Armut. Diese derart extremen sozialen Spannungen bilden den Hintergrund für das Bürgerkriegsgeschehen, von dem Kolumbien seit 50 Jahren gekennzeichnet ist.

Die ständigen Gewaltaktionen der verschiedenen bewaffneten Akteure - Guerilla, Paramilitärs, und Armee - mit ihren Menschenrechtsverletzungen, gewaltsamen Vertreibungen und schwersten Verbrechen haben in Kolumbien ein Heer von nunmehr fast 7 Millionen Binnenflüchtlingen geschaffen. Nach dem Sudan steht Kolumbien weltweit an der Spitze der Vertriebenen-Statistik - weitgehend unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit. Diese unselige Entwicklung hat zu einem rasanten Anwachsen der Armutsgürtel großer Städte geführt. Unser Mitglied Werner Göbels hat in 2011 viele unserer Projekte besucht und mußte nicht nur die weitere Verschlechterung der Situation der Ärmsten, sondern insbesondere auch der allgemeinen Sicherheitslage bestätigen. Besonders letztere machte die Hilfe vor Ort immer schwieriger.

Große Hoffnungen setzen die Menschen in Kolumbien auf die jüngste Entwicklung in Zusammmenhang mit dem Waffenstillstand bzw. den Friedensvereinbarungen zwischen der Regierung und der größten Guerilla-Bewegung, der FARC. Insgesamt hat diese neue Situation bereits zu einem deutlichen Rückgang der Gewaltakte geführt. Auftrieb hat das Ringen um Frieden in Kolumbien sicher auch durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Präsident Manuel Santos bekommen. Aber natürlich bleibt noch ein langer, steiniger Weg zu bewältigen, bevor in Kolumbien eine friedvolle Gesellschaft aufgebaut sein wird. Die Erwartungen unserer Partner, sie auf diesem Wege weiter zu begleiten und zu unterstützen, sind uns Ansporn für unsere zukünftige solidarische Hilfe in diesem Land.  

Arbeit mit Straßenkindern:

Die Albergue Infantil in Neiva (1998 bis 2013)

In der Albergue Infantil in Neiva erleben Kinder und Jugendliche, die - etwa aufgrund von gewaltsamer Vertreibung, Misshandlung, Vernachlässigung oder Leben auf der Straße - mit einem hohen psycho-sozialen Risiko leben, Geborgenheit, Zuneigung und eine ganzheitliche Förderung.

Die Albergue Infantil gibt 24 Jungen im Alter von 7-15 Jahren ein Zuhause; außerdem werden 41 Jungen und Mädchen und weitere 52 Familien von Sozialpädagogen und Psychologen extern betreut. Die betreuten Knder und Familien leben in Armenvierteln oder haben einen Flüchtlingshintergrund.

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„In diesem Haus wirst du lernen zu denken, zu entscheiden und zu lieben.“

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Albergue sehen ihr Engagement als Beitrag zur Verwirklichung von Kinderrechten; sie unterstützen die Kinder bei schulischen Problemen, vermitteln ihnen soziale und kulturelle Werte, geben ihnen die Möglichkeit zu kreativer Betätigung und sorgen für eine regelmäßige medizinische Betreuung. Zudem erlernen die Jugendlichen einfache handwerkliche Tätigkeiten. Oberstes Ziel ist die Erziehung zu einer mündigen Persönlichkeit.

Esperanza Cabrera, Heimleiterin des Straßenkinder-Projektes ALBERGUE INFANTIL:

„Herzlichen Dank für die neuerliche Unterstützung von 4.000 €. Derzeit leben bei uns über 100 Kinder und täglich kommen neue hinzu, denn die Lage im Land ist sehr beängstigend und täglich kommen neue Flüchtlinge in Neiva an. Wir hoffen sehr, dass wir auch weiterhin auf Ihre Hilfe zählen können”

Die Casa Taller in Bogota (seit 1999)

In einem Bogotaner Elendsviertel unterstützen wir seit 1999 das Straßenkinderprojekt Casa Taller. In Programmen der privaten Stiftung Cresciendo Unidos (gemeinsam wachsen) erfahren einige tausend Kinder, die aufgrund extremer Armut auf der Straße arbeiten müssen, Geborgenheit, Nahrung, Möglichkeiten zu Spiel und Sport und kreativem Werken. Die Kinder haben in der Casa Taller die Möglichkeit zu einer Grundausbildung im Backen, Schreinern und Schneidern sowie in der Lederbearbeitung. Außerdem ist die Casa Taller ein wichtiger Anlaufpunkt, um Freunde zu treffen und sich mit diesen kreativ oder sportlich zu betätigen. Auch bei schulischen Problemen helfen die MitarbeiterInnen und ermutigen die Kinder so, weiter oder wieder zur Schule zu gehen. Nicht zuletzt erfahren die Kinder und ihre Familien bei Bedarf in der Casa Taller psychologische Hilfe.


Bei Straßenfesten und Demonstrationen tritt man für ihre Rechte ein. Zum Beispiel für Andrea Barogan:

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„Seit sechs Jahren arbeite ich mit meiner Schwester und meinen Eltern im Verkauf auf den Straßen des Viertels „20. Juli". Wir verkaufen künstliche Blumen, Früchte und Porzellanschmuck. Ich träume davon, Abitur zu machen. Wenn ich groß bin, möchte ich gerne ausreichend Geld haben, um meine Eltern zu unterstützen, damit sie sich im Alter nicht so Sorgen machen müssen."

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"Außer Schule und Arbeit treffen wir uns, um zu spielen. Wir organisieren uns und verteidigen unsere Rechte. Aber das Wichtigste ist uns, daß wir uns in der Casa Taller treffen, um Freunde zu sein, jeden Tag mehr."

Im Dezember 2013 erreichte uns ein bedrückender Hilferuf des Gründers und langjährigen Leiters Reinel Garcia:

"Die Zahl der in unserem Haus betreuten Kinder ist aufgrund der hohen Zahl von gewaltsam vertriebenen Familien aus dem ländlichen Raum, die sich in Bogotáner Elendsvierteln ansiedeln, auf deutlich über 200 angewachsen. Um die Qualität unserer Hilfe für die oft traumatisierten Kinder und Jugendlichen aufrechterhalten zu können, bitten wir Euch zu bedenken, ob Ihr bis zum Jahresende eine zusätzliche Zuwendung aufbringen könnt. Vom Staat erhalten wir keinerlei Unterstützung, er steckt sein Geld stattdesen in immer mehr Waffen, die wieder neues Elend und neue Vertreibungen bewirken."

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FCU = Fundacion Creciendo Unidos ("Verein Gemeinsam Wachsen", die Trägerorganisation der Casa Taller)

Als Antwort auf die dringliche Bitte Reinel Garcias haben wir eine Extra-Zuwendung von 3.000 € nach Bogotá geschickt. 

Die Dankbarkeit ist groß: "Wir danken Euch von ganzem Herzen für Eure fortwährende Hilfe. Für uns ist es sehr wichtig, auf Eure bedeutsame Unterstützung weiterhin rechnen zu können. Unsere Einnahmen sind sehr gering. Und die Zahl der Jungen und Mädchen in unseren Programmen nimmt ständig zu."


Fundacion Nin@s in Bogota (seit 2010)

Seit Anfang 2010 unterstützen wir die Fundacion Nin@s in der Hauptstadt Kolumbiens. Über örtliche Kontakte wurde die Einrichtung auf uns aufmerksam und bat uns um Unterstützung ihrer Aktivitäten. Unser Mitglied Werner Göbels überzeugte sich auf einer Reise im Februar 2010 von der beeindruckenden Arbeit in diesem Projekt. In dem durch Privatinitiative in 2006 gegründeten Kinderhort in der riesigen Satellitenstadt Rincon im Nordwesten Bogotas konnten bisher Kinder aus über 200 Familien gefördert werden. Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren können dort je nach Bedarf von 6:00 bis 20:00 Uhr betreut werden. Sie kommen aus Familien mit alleinerziehenden Müttern, arbeitslosen Eltern oder solchen, die sich mit handwerklichen Arbeiten oder Straßenverkauf durchschlagen. Je 10 Kinder einer Gruppe werden von qualifizierten Erzieherinnen gefördert und verpflegt. In 2009 gründete die Initiatorin Yolanda Quizua, die selbst Pädagogin für Vorschulerziehung ist, einen zweiten Kindergarten für inzwischen 64 Kinder im Viertel Suba.


Arbeit im Urwald:

Betreuungsprogramm in Guapi (seit 1997)

Besonders am Herzen liegt uns das Betreuungsprojekt für rund 553 Kinder in 6 Urwalddörfern der pazifischen Flussregion Guapi unter der Leitung einiger engagierter Ordensschwestern. Hier liegt der Fokus auf regelmäßiger medizinischer Betreuung, der Unterweisung der Mütter in Hygiene- und Ernährungsfragen und insbesondere auf der täglichen Schulspeisung. Diese warme und gesunde Mahlzeit ist aufgrund der unvorstellbar ärmlichen Lebensbedingungen in der Gegend am Rio Napi oft das einzige, was die Kinder am Tag zu sich nehmen. Ferner werden Freizeitangebote gemacht.

Bereits seit 30 Jahren unterstützen wir die Arbeit der Ordensschwestern. Während die Arbeit in den Hochzeiten des unsäglichen Bürgerkriegs immer schwerer wurde, hat die inzwischen etwas entspannte politische Situation zu einer deutlich positiven Entwicklung des Projektes beigetragen. Geradezu als Glücksfall hat sich die Berufung Schwester Shoba Dzouzas, einer jungen Ordensschwester aus Indien erwiesen, die sich mit unglaublichem Elan um die Kinder kümmert:

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Auf Bitte von Schwester Shoba unterstützen wir 2017 erstmalig auch eine Schule mit 150 Schülern in Guapi, die im Barrio El Carmen in der Nähe des Flughafens liegt. In diesem Viertel wohnen Menschen, die "vor der Gewalt in ihren Heimatregionen geflohen sind und hier bei Null wieder beginnen müssen." Ebenfalls neu in unser Unterstützungsprogramm aufgenommen haben wir eine weitere Schule ähnlicher Größe in dem Flussdorf Vicente.

 

Einmalige Aktionen:

Soforthilfe für Unwetter-Opfer in Los Rosales im Mai 2011

Im Frühjahr 2011 wurde Kolumbien von den schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes geplagt. Auch einer unserer ersten Projektpartner, die Bauerngemeinschaft "Los Rosales" wurde betroffen, als die Wassermassen das Pump- und Verteilsystem für ihre Trinkwasserversorgung zerstört hatten. Die von uns in den 70er Jahren unterstützte Gemeinschaft hatte bereits alle Vorkehrungen für eine Reparatur getroffen, allein es fehlten 10.000€ für die Umsetzung. Wir konnten durch eine Sonderaktion in Mönchengladbach kurzfristig - unterstützt durch großzügige Einzelspenden! - diese Mittel bereitstellen. Der Jubel in Kolumbien war groß: Luis Eduardo Cabrera, Ingenieur einer kolumbianischen Ölgesellschaft in Bogotá und Spross einer der Gründerfamilien von Los Rosales, nahm sich sofort ein paar Tage Urlaub, um den durch die Spende aus Mönchengladbach ausgelösten Gemeinschaftseinsatz bei den vorbereitenden Arbeiten an der zerstörten Wasserversorgung zu leiten. Hilfe zur Selbsthilfe - sie funktioniert!

Bildungs- und Begegnungszentrum Kairos Educativo, Bogotá (2011)

In diesem Zentrum, das in vier Elendsvierteln in Bogotá agiert, werden Kinder und Jugendliche seit etlichen Jahren betreut. In 2011 wurde dringend ein Erweiterungsbau benötigt, den wir - zusammen mit anderen Organisationen - durch eine einmalige Zuwendung unterstützten.

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