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Projekte

Partnerschaft – Keine Frage der Entfernung

In Guatemala unterstützen wir die Bildung der immer noch benachteiligten Maya-Bevölkerung und unterhalten Partnerschaften mit verschiedenen Schul- und Stipendienprojekten.

Der jahrzehntelange Bürgerkrieg und die brutale Verfolgung der Maya-Bevölkerung sind zwar seit dem Friedensabkommen 1996 offiziell beendet. Nach wie vor aber ist das Leben der Mayas, die 60 % der Bevölkerung Guatemalas stellen, von extremer Armut und rassistischer Ausgrenzung geprägt:

  • 69% der Maya-Kinder sind unterernährt.
  • von 100 Guatemalteken, die sterben, sind 40 Kinder unter 5 Jahren.
  • Schulbildung oder gar ein Studium bleiben für die meisten Maya-Kinder und Jugendlichen unerreichbare Träume.

Mit unserer Hilfe werden diese Träume für einige hundert Maya-Kinder und -Jugendliche in Guatemala wahr. Nach einem Besuch unserer Vorstände Franziska und Helmut Göbels im Jahr 2005 (s. Foto unten), bereiste unser Mitglied Werner Göbels in 2010 und zuletzt im Sommer 2014 erneut Guatemala: Dabei besuchte er nicht nur unsere Projekte und überzeugte sich von der Wirksamkeit unserer Spenden, sondern überprüfte auch ob einige Projekte inzwischen aus eigener Kraft bestehen können. Gleichzeitig schaute er nach neuen  Projektideen. So entstand in 2010 die Förderung von ADICI und in 2013 die Unterstützung des Waisenhauses Centro Infantil Mil Flores.

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Die Maya-Schule Jun Toj in Rabinal

Obwohl Mayas 60 % der Bevölkerung Guatemalas stellen, kommen Sprache und Kultur der 23 Maya-Ethnien in den staatlichen Schulen nicht vor.

Seit dem Friedensabkommen 1996 dürfen Mayas zwar eigene Schulen unterhalten, in denen sie neben den offiziellen Lerninhalten auch Sprache und Kultur ihrer Ethnie an die Kinder weitergeben. Vom Staat erhalten sie hierfür jedoch keinerlei Unterstützung. Die Maya-Schulen sind daher auf Hilfe von außen angewiesen.

Eine dieser Schulen, die Maya-Schule Jun Toj in Rabinal, unterstützen wir seit ihrer Gründung 1997, indem wir vor allem - mit einem Betrag von 13.500 Euro jährlich - die Besoldung der sieben Lehrkräfte finanzieren. Bis zu 150 Kinder – von der Vorschulklasse bis zum 6. Schuljahr – werden hier unterrichtet. Von der hervorragenden Arbeit und der gemeinschaftlichen Atmosphäre in dieser Einrichtung konnten wir uns z. B. bei unserer Reise 2005 überzeugen. In 2009 und 2010 erreichten uns dann aber Nachrichten über sinkende Schülerzahlen, die durch verschiedene Umstände verursacht waren. Die Schule hat sich inzwischen mit großer Eigenintitiative und mit der Hilfe von Beratern der österreichisch-guatemaltekischen Schule neu aufgestellt und berichtet über wieder geordnete Verhältnisse und stabile bis wachsende Schülerzahlen (im Sommer 2010 waren es 82 Schüler). Unser Vereinsmitglied Werner Göbels hat die Schule im Sommer 2010 besucht und konnte sich von den wieder geordneten Verhältnissen überzeugen. Besonders beeindruckend war dabei für uns nicht nur die Vielzahl der Verbesserungsmaßnahmen und deren konsequente Durchführung sondern insbesondere, dass der neue Schulleiter einer der ersten Absolventen dieser Schule war!

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Alle Kinder tragen eine farbenfrohe Schuluniform, die aus traditionellen Webstoffen der Maya-Achi besteht und somit zur Identitätsbildung bei den Schülern und Schülerinnen beiträgt.

Die von uns finanzierten Klettergerüste auf dem Schulhof werden begeistert genutzt und sorgen für die nötige Bewegung.

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Eine wichtige Rolle in der Kultur der Maya spielen Musik und Tanz. Hier führt eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen einen Maskentanz aus der Kolonialzeit vor.

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Ältere Schülerinnen und Schüler lernen traditionelle Handwerkstätigkeiten...Hochgeladene BilddateiHochgeladene Bilddatei

.... oder das Spielen von traditionellen Musikinstrumenten wie der MarimbaHochgeladene Bilddatei

„Nach all der Verfolgung und Unterdrückung der Maya-Bevölkerung wollen wir im Rahmen des Friedensprozesses unseren Kindern unsere Maya-Sprache und die Kultur der Mayas vermitteln. In den staatlichen Schulen erfahren sie darüber nichts. Für Aufbau und Unterhalt unserer Maya-Schule Jun Toj mit inzwischen 150 Kindern ist die jährliche Unterstützung aus Mönchengladbach die wesentliche Stütze!“

Julio Ismalej Raxcacó, Initiator der May-Schule Jun Toj in Rabinal.

 

Schulprojekt ADICI in der Region Nimla Sachal, Coban (seit 2010)

In der Region Coban sind die Dörfer und Gemeinden nicht nur sehr arm sondern teilweise derart abgelegen, dass ein herkömmlicher Schulunterricht der dort lebenden Q'eqchi an einem festen Ort nicht möglich ist. So entstand die Idee, die modernen technischen Möglichkeiten für die Erlangung einer weiterführenden Schulbildung zu nutzen. Die  Gesellschaft für Integrale Entwicklung von Indigena-Gemeinden ADICI in Coban hat in 2010 einen speziellen Unterricht für die Sekundarschule entwickelt. Mittels eines bereits in anderen Regionen erprobten Radioprogramms, zur Verfügung gestellter Computer und entsprechender Arbeitsmaterialien sowie einer intensiven Begleitung durch eine Koordinatorin von ADICI haben die Jugendlichen die Chance einen Schulabschluss zu erlangen. Die Resonanz war außerordentlich. Inzwischen werden fast 70 junge Maya unterrichtet.

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In speziellen Workshops wird vermittelt, wie die in eigener ökologischer Landwirtschft gezogenen Produkte verarbeitet werden. "Gebüffelt" wird daheim.

Im Laufe des Projektes, von dem uns jährlich ausführliche Berichte erreichen, hat es sich ergeben, dass sich die Koordinatorin neben der Ausbildung der Jugendlichen auch um die Unterstützung der Familen in Fragen der Dorfentwicklung kümmert. Die Fotos unten zeigen zwei Familien, die an dem Programm beteiligt sind:

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Hoffnungsträger braucht das Land

Das Stipendien-Projekt Samenkorn in Guatemala Stadt (Proyecto "Ija'tz ")

Seit 1997 unterstützen wir auch dieses ausgezeichnete Projekt, das - in erster Linie Maya- Kindern und Jugendlichen - Schulbildung und Studium ermöglicht. Die Stipendiaten kommen aus ganz Guatemala und werden nach Bedürftigkeit, Begabung und sozialem Engagement ausgewählt.

Durch regelmäßige Seminare zur Hilfe bei wissenschaftlichen Arbeiten, zur Aufarbeitung von Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen sowie zur Organisation sozialer Projekte werden die Stipendiaten kompetent begleitet. Außerdem ist die Pflege der Maya-Kultur und die Stärkung der Identität der Kinder und Jugendlichen ein wesentliches Anliegen des Vereins.

Die Gründerin des Projekts, die deutsche Journalistin Maria Christine Zauzich, formulierte es so:

"Bildung ist der Schlüssel für eine positive Entwicklung in Guatemala. Erst wenn gut ausgebildete Mayas mehr und mehr auch entscheidende Stellen in Gesellschaft und Staat bekleiden, kann es eine dauerhafte Verbesserung der Situation der Mayas im Land geben."

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Die Stipendiaten des Projekts Ija'tz (die obigen Bilder zeigen einige bei einem Besuch im EINE-WELT-Informationszentrum in 2005) sind solche Hoffnungsträger für ihr Land. Sie haben sich schon vor Beginn des Stipendiums durch soziales Engagement hervorgetan und verpflichten sich, dieses auch während und nach ihrem Stipendium weiterzuführen.

Zum Beispiel Maria Christina, älteste von 5 Geschwistern. Der hochintelligente Vater hat selbst nie die Gelegenheit gehabt zur Schule zu gehen und erst als Erwachsener bei einer Alphabetisierungskampagne Lesen und Schreiben gelernt. Heute unterrichtet er - neben den Gelegenheitsjobs und der Arbeit auf seinem kleinen Maisfeld - in seinem eigenen beengten Haus eine Art Sonderschulklasse von Maya-Kindern mit Lernschwierigkeiten.

Maria Christina arbeitet seit Jahren in einem sozialen Projekt ihrer Gemeinde mit, das ihr Vater mitbegründet hat. Sie studiert Psychologie und fährt jeden Tag zweieinhalb Stunden von ihrem Heimatort nach Guatemala-Stadt.

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Immer wieder erreichen uns berührende Dankesbriefe aus dem Projekt, z.B. von dem deutschen Leiter des Projekts, Christian Stich (s. unter Aktuelles vom Februar 2016) oder vom Stipendiaten José Choc aus Alta Vera Paz (Juli 2016): Ich studiere im 3. Semester Elektrotechnik und seit ich das Stipendium bekomme, weiß ich, dass ich meine Träume verwirklichen kann. Das lässt mich ruhiger schlafen. Bei den Kursen und Seminaren, die Ija'tz organisiert, habe ich viele verschiedene Menschen und tolle Lehrer kennengelernt, die mir viel von ihrem Wissen vermittelt haben und von denen ich viel lernen durfte. Ich freue mich sehr, dass ich seit einem Jahr zur Ija'tz-Familie gehöre, das hilft mir viel in meiner persönlichen Entwicklung."

Hochgeladene Bilddatei Dankbar laden eine Stipendiatin und ihre Familie Christian Stich (vorne links) zum Essen ein.


Das Stipendienprojekt der Franziskanischen Schulschwestern in Rio Dulce (seit 1995)

Die Franziskanischen Schulschwestern unterhalten dank unserer Unterstützung in Rio Dulce an der Atlantikküste ein kleines Stipendienprogramm für bedürftige und begabte Kinder und Jugendliche der Region am Izabal-See. Jedes Jahr erhalten so ca. 20 junge Menschen die Möglichkeit zu einer guten Schulbildung oder zum Studium und damit die Chance zu einer besseren Zukunft.

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Das Ernährungsprogramm der Franziskanischen Schulschwestern in Los Amates (ab 2013)

Nach der Schließung der Schule in Los Amates beschlossen die Schulschwestern, auf die desolate Ernährungssituation der Kinder in der Umgebung zu reagieren. Seit Anfang 2013 unterstützen wir daher ihr Ernährungsprogramm in Los Amates und den umliegenden Dörfern. Die beiden verantwortlichen Schwestern betreuen in aufwendiger und hingebungsvoller Arbeit 16 Familien. Dabei leiten sie die Mütter zu einer gesunden Ernährung ihrer Familien sowie zu Verbesserung der Hygiene an. Regelmäßig kontrollieren sie das Gewicht der Kinder und versorgen sie mit zusätzlichen Vitamingaben und Milchrationen. Gleichzeitig fördern sie die Kinder im psoychomotorischen und kreativen Bereich, indem sie die noch vorhandenen Materialien der ehemaligen Schule nutzen.

Für die Treffen nehmen die Ordensschwestern sowie einige Mütter mit ihren Kindern abwechselnd weite und beschwerliche Wege in Kauf. Dennoch erleben die Schwestern ihre Tätigkeit als sehr erfüllend, da sie - wie Schwester Flora berichtete - "genau auf die existentiellen Nöte und Bedürfnisse der Familien eingehen und deren Situation nachhaltig verbessern können".

Über nachfolgenden Link können Sie einen Originalbericht der Schwestern lesen, der reich bebildert ist. Die wunderbaren Bilder sprechen ihre eigene Sprache - für sie braucht man keine Spanischkenntnisse:

» Bericht anschauen (.PDF)

Das Waisenhaus Centro Infantil Mil Flores im Petén (2013/14)

Ende 2013 und 2014 unterstützten wir das kurz zuvor neu von der Organisation Fundebase eingerichtete Waisenhaus Centro Infantil Mil Flores im Urwaldgebiet des Petén. Das Heim beherbergt bisher 25 Kinder jeweils so lange, bis eine Pflegefamilie für sie gefunden wird. Die Aufnahme weiterer Kinder, die dauerhaft dort leben können, ist geplant. Neben der Betreuung durch Erzieherinnen erhalten die Kinder auch eine regelmäßige medizinische Versorgung und werden psychologisch begleitet. Denn die Mädchen und Jungen sind oft traumatisiert. Um eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Waisen zu sichern und in Bezug auf Lebensmittel möglichst weitgehend autark zu sein, plant Fundebase den Aufbau einer kleinen ökologischen Landwirtschaft. Hier sollen die Kinder und Jugendlichen auch erste Erfahrungen mit ökologischer Landwirtschaft sowie mit der Produktion einheimischer Produkte sammeln können.

Als erste Maßnahme unserer Unterstützung stellten wir dem Waisenhaus 2013 einen Betrag von 2.000€ zur Anschaffung von Sämereien und Kleinvieh zur Verfügung. 

Ende 2014 überwiesen wir 6.000 €, um einen Sportplatz für die Kinder und Jugendlichen des im Aufbau befindlichen Waisenhauses einrichten zu können. Diesen benötigen die Waisen dringend, um Ängste, Depressionen und Traumata auch auf diesem Wege besser verarbeiten zu können. Im Frühjahr 2015 wurde der Sportplatz fertiggestellt und wir seitdem eifrig genutzt. Der Petén ist eine der ärmsten Regionen Guatemalas. Zwei Drittel der Menschen leben in teilweise extremer Armut. Fast die Hälfte der Kinder sind unterernährt. 

Fundebase ist eine vertrauenswürdige Organisation, die auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft sowie der Arbeit in der Dorfentwicklung und der Stärkung der nach wie vor stark benachteiligten Maya-Bevölkerung seit Mitte der Neunziger Jahre Erfahrung hat. Mit unseren Hilfen haben wir wertvolle Grundlagen geschaffen. Inzwischen gibt es genug Mittel, so dass unser Engagement im Moment nicht weiter erforderlich ist.

Das Colegio der Franziskanischen Schulschwestern in Los Amates (2010 - 2012)

Auf ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung haben die Schulschwestern ein schon zu früheren Zeiten betriebenes Colleg in 2009 wiedereröffnet. Bereits im ersten Jahr haben sich 66 Schüler und Schülerinnen angemeldet! Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit entschlossen sich die Ordensschwestern schweren Herzens, den Schulbetrieb einzustellen. Denn inzwischen war ganz in der Nähe eine staatliche Schule eröffnet worden.

Das Schulprojekt der Franziskanischen Schulschwestern in Chahal (bis 2010)

Seit vielen Jahre betreiben Franziskanische Schulschwestern eine Missionsstation in der ländlichen, sehr abgelegenen Region von Chahal. Hierzu gehörte bis 2010 neben einer kleinen Krankenstation ein Internat für 35 Maya-Mädchen, die hier das 7.-9. Schuljahr besuchen konnten. Besonderen Wert legten die Franziskanischen Schulschwestern, die selbst auch einen Teil des Unterrichtes übernahmen, auf Ernährungsfragen, landwirtschaftliche Kenntnisse und traditionelle Maya-Techniken wie Weben und Sticken. Inzwischen hat sich aber - auch durch das Vorbild der von der AKTION FRIEDENSDORF unterstützten Schule - im öffentlichen Bereich ein hinreichend großes Alternativangebot für die Maya-Schülerinnen entwickelt. Vor diesem Hintergrund und angesichts sinkender Zahlen der Schwestern hat sich der Orden entschlossen, die Schule in Chahal zu schließen.

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